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EYLEA® (Aflibercept): Antworten auf die 11 häufigsten Fragen zum anti-VEGF

Apotheker-geprüfte Auskunft zur Dosierung, Einnahme und Nebenwirkungen von EYLEA®

EYLEA® ist ein antineovaskuläres Arzneimittel, das zur Behandlung verschiedener Augenerkrankungen angewendet wird, um eine Verschlechterung des Sehvermögens aufzuhalten. Bei diesen Netzhauterkrankungen (unter anderem der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration) wird die Netzhaut im Auge durch Schwellung oder durch Wachstum undichter, krankhafter Blutgefäße beschädigt. Der Botenstoff vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor A (VEGF-A, aus dem Englischen: Vascular Endothelial Growth Factors) regt diese Entwicklung neuer Blutgefäße an. EYLEA® blockiert VEGF-A, um zu verhindern, dass sich neue, schwache Blutgefäße bilden und undicht werden. Wir beantworten die 11 häufigsten Fragen zu EYLEA®.

Wir hoffen, die Informationen in diesem Artikel sind hilfreich und bitten Sie, diese lediglich als solche wahrzunehmen. Dieser Artikel ersetzt keinen professionellen ärztlichen Rat. Falls Sie Bedenken zu Ihrer Medikation haben, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Dies ist besonders wichtig, falls Sie mehrere Medikamente einnehmen oder bestehende Risikofaktoren oder Unverträglichkeiten haben.

  1. Was ist EYLEA®?
  2. Wie ist EYLEA® erhältlich?
  3. Was muss ich vor der Verabreichung von EYLEA® beachten?
  4. Besitzt EYLEA® Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?
  5. Wie wird EYLEA® verabreicht?
  6. Wie oft und wie lange darf EYLEA® angewendet werden?
  7. Wie kann ich EYLEA® am besten absetzen?
  8. Welche Nebenwirkungen kann EYLEA® haben?
  9. Was ist bei einer Überdosis EYLEA® zu tun?
  10. Darf ich Auto fahren, während ich EYLEA® nehme?
  11. Was sind mögliche Alternativen zu EYLEA®?

1. Was ist EYLEA®?

EYLEA® ist eine Lösung, die in das Auge (in den weißen Glaskörper) injiziert wird. Der Wirkstoff Aflibercept hemmt das krankhafte Wachstum von Gefäßen im Auge, um das Sehvermögen zu erhalten. Angewendet wird EYLEA® bei der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), bei Makulaödem infolge eines retinalen Venenverschlusses (RVV), beim diabetischen Makulaödem (DMÖ) und bei der myopen choroidalen Neovaskularisation.

2. Wie ist EYLEA® erhältlich?

EYLEA® ist auf ärztliche Verschreibung als Injektionslösung erhältlich, die von einem Augenarzt dosiert und verabreicht wird. Jeder Milliliter der EYLEA® Injektionslösung enthält 40 mg des Wirkstoffs Aflibercept. Die anderen Bestandteile der Lösung sind Polysorbat 20, Natriumdihydrogenphosphat-1-Wasser, Dinatriumhydrogenphosphat-7-Wasser, Natriumchlorid, Saccharose und Wasser für Injektionszwecke. EYLEA® ist nahezu natriumfrei, da es pro Dosis weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) enthält.

3. Was muss ich vor der Verabreichung von EYLEA® beachten?

Unter folgenden Umständen sollte EYLEA® nicht angewendet werden:

  • Bei einer Allergie gegen den Wirkstoff Aflibercept oder sonstige Bestandteile von EYLEA®
  • Bei Augeninfektionen oder Infektionen in der Augenumgebung (okularen oder periokularen Infektionen)
  • Bei schweren Augenentzündungen, erkennbar an Schmerzen oder Rötung

Bei folgenden Gegebenheiten sollten Sie Ihren Arzt vor Ihrer Behandlung informieren, um abzuwägen, ob EYLEA® bei Ihnen mit Vorsicht angewendet werden kann:

  • Wenn Sie an anderen Augenkrankheiten leiden, z.B. einem Glaukom (Grüner Star), einer Ablösung der Netzhaut oder einem Makulaloch
  • Wenn Sie eine schwere Form eines Verschlusses der zentralen Netzhautvene (ischämische ZVV) oder eines Venenastverschlusses (ischämische VAV) haben
  • Wenn Sie DMÖ aufgrund eines Typ-I-Diabetes, Diabetes mit sehr hohen mittleren Blutzuckerwerten (HbA1c über 12 %), Diabetes mit einer fortgeschrittenen diabetischen Augenerkrankung (proliferative diabetische Retinopathie), oder Diabetes mit nicht eingestelltem Bluthochdruck haben
  • Wenn Sie ein nicht-asiatischer Patient mit mCNV, Patient mit vorbehandelter mCNV oder Patient mit einer Schädigung außerhalb des Zentrums der Makula (extrafoveale Läsionen) mit mCNV sind, da es keine Erfahrung bei der Behandlung gibt
  • Wenn Sie in der Vergangenheit Lichtblitze oder Schlieren in Ihrem Gesichtsfeld gesehen haben und wenn es plötzlich zu einer Zunahme von Größe und Anzahl der Schlieren kommt
  • Wenn bei Ihnen innerhalb der letzten oder nächsten vier Wochen eine Augenoperation stattfand oder geplant ist
  • Wenn Sie innerhalb der vergangenen 6 Monate einen Schlaganfall oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn (transitorische ischämische Attacke) oder einen Herzinfarkt hatten. Es gibt möglicherweise eine Verbindung zwischen der Aufnahme von VEGF-Hemmern und dem Risiko von durch Blutgerinnsel blockierten Blutgefäßen (arterielle thromboembolische Ereignisse), was zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann
  • Wenn Sie schwanger sind, vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für mindestens drei weitere Monate nach der letzten Injektion von EYLEA® eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden, da keine Erfahrungen über die Anwendung von EYLEA® bei Schwangeren vorliegen
  • Wenn Sie stillen. Es ist nicht bekannt ist, ob EYLEA® in die Muttermilch übergeht; von einer Anwendung während der Stillzeit wird abgeraten.

4. Besitzt EYLEA® Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Es wurden keine Studien zu Wechselwirkungen durchgeführt.
Eine zusätzliche Einnahme oder Applikation von VEGF aktiven Medikamenten würde Nebenwirkungen verstärken.

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Es kann Arzneimittel geben, bei denen Wechselwirkungen mit EYLEA® auftreten, informieren Sie also Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder vorhaben anzuwenden.

5. Wie wird EYLEA® verabreicht?

Zum Schutz vor einer Infektion wird Ihr Auge vor der Behandlung von Ihrem Arzt oder Fachpersonal mit einem Desinfektionsmittel gereinigt. Nach der örtlichen Betäubung des Auges wird die Injektion in die Seite des Glaskörpers des Auges verabreicht. Die übliche Dosis einer EYLEA® Injektion beträgt 50 Mikroliter (welche 2 mg Wirkstoff enthält).

6. Wie oft und wie lange darf EYLEA® angewendet werden?

EYLEA® wird je nach Behandlungsschema und -ergebnis in Abständen von mindestens vier Wochen verabreicht, da die Therapie in der Regel mehrfach wiederholt werden muss. Der behandelnde Arzt bestimmt die Anwendungsdauer. Er kontrolliert regelmäßig das Sehvermögen und den Augenhintergrund, bis das maximale Sehvermögen erreicht ist und/oder es keine Krankheitsanzeichen gibt. Falls die Behandlung mit EYLEA® keinen Nutzen erkennen lässt, sollte sie vom Arzt beendet werden. Bei Myope CNV (mCNV) wird eine einzelne Injektion verabreicht, es sei denn die Untersuchung durch den Arzt ergibt, dass sich die Erkrankung nicht verbessert hat.

7. Wie kann ich EYLEA® am besten absetzen?

Wenn Sie überlegen, die Behandlung mit EYLEA® abzubrechen, besprechen Sie diese Entscheidung bei Ihrem nächsten Termin mit Ihrem Arzt.

8. Welche Nebenwirkungen kann EYLEA® haben?

Da die Sicherheit und Wirksamkeit einer gleichzeitigen Behandlung beider Augen mit EYLEA® nicht untersucht wurde, könnte das Risiko für Nebenwirkungen bei dieser Anwendung erhöht sein.

Bei der einzelnen Behandlung eines Auges traten in seltenen Fällen (bei weniger als 1 von 1900 EYLEA®-Injektionen) schwerwiegende Nebenwirkungen auf:

  • Erblindung
  • eine schwerwiegende Infektion oder Entzündung im Auge (Endophthalmitis)
  • Ablösung, Einriss oder Blutung der lichtempfindlichen Schicht im hinteren Bereich des Auges (Ablösung oder Einriss der Netzhaut)
  • Trübung der Linse (Katarakt)
  • Blutung im Auge (Glaskörperblutung)
  • Abhebung der im Auge befindlichen gelartigen Substanz von der Netzhaut (Glaskörperabhebung)
  • ein Anstieg des Augeninnendrucks.

Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie nach Ihrer Injektion eine plötzliche Sehverschlechterung, einen Schmerzanstieg oder Rötung im Auge bemerken.

Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen von EYLEA®, die bei mehr als 1 von 10 Patienten auftreten können, gehören:

  • Verschlechterung der Sehkraft
  • blutunterlaufene Augen
  • Augenschmerzen

Häufige Nebenwirkungen von EYLEA®, die bis zu 1 von 10 Personen betreffen können, sind:

  • Ablösung oder Einriss einer der Schichten des hinteren Augenbereichs (mit Symptomen wie Lichtblitzen, „fliegenden Mücken“, manchmal auch Sehverlust)
  • Degeneration der Netzhaut (Ursache für gestörtes Sehen)
  • Blutung im Auge (Glaskörperblutung)
  • Bestimmte Formen von Linsentrübung (Katarakt)
  • Beschädigung der vorderen Schicht des Augapfels (der Hornhaut)
  • Anstieg des Augeninnendrucks
  • Sich bewegende Punkte im Gesichtsfeld (Trübungen)
  • Abhebung der im Auge liegenden gelartigen Substanz von der Netzhaut (Glaskörperabhebung, durch Lichtblitze mit „fliegenden Mücken“ bemerkbar)
  • Gefühl, etwas im Auge zu haben
  • Erhöhte Tränenproduktion
  • Anschwellen des Augenlids
  • Blutung an der Injektionsstelle
  • Augenrötung

Zu den gelegentlichen Nebenwirkungen von EYLEA®, die bis zu 1 von 100 Personen betreffen können, gehören:

  • allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit) wie Hautausschlag, Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria) und einzelne Fälle schwerer allergischer (anaphylaktischer/anaphylaktoider) Reaktionen
  • Schwerwiegende Entzündung oder Infektion im Auge (Endophthalmitis)
  • Entzündung der Regenbogenhaut oder anderer Teile des Auges (Iritis, Uveitis, Iridocyclitis, Schwebeteilchen in der Vorderkammer)
  • Fremdartiges Gefühl im Auge
  • Reizung des Augenlids
  • Anschwellen der vorderen Schicht des Augapfels (der Hornhaut)

9. Was ist bei einer Überdosis EYLEA® zu tun?

Bei Verdacht auf eine Überdosierung sollten Sie sich umgehend mit einem Arzt in Verbindung setzen. Es gibt eine Vielzahl von Überdosierungserscheinungen, wie beispielsweise erhöhter Augeninnendruck.

10. Darf ich Auto fahren, während ich EYLEA® nehme?

Nach einer Behandlung mit EYLEA® kann es zu vorübergehenden Sehstörungen kommen. Wenn Sie üblicherweise Auto fahren, sollten Sie nicht fahren, bis Sie wieder normal sehen können.

11. Was sind mögliche Alternativen zu EYLEA®?

Es gibt neben EYLEA® weitere VEGF-Hemmer, die in Deutschland zur Behandlung von Netzhauterkrankungen eingesetzt werden. Dazu gehören Lucentis® (Ranibizumab) und Avastin® (Bevacizumab). Avastin® ist zwar in Deutschland zur Krebstherapie und nicht zur Behandlung von Augenerkrankungen zugelassen, hat sich jedoch in klinischen Studien bewiesen und wird oft aus Kostengründen eingesetzt. Ein viertes Arzneimittel, Beovu® (Brolucizumab) erhielt im Dezember 2019 eine Zulassungsempfehlung von der Europäischen Arzneimittelagentur zur Behandlung der neovaskulären AMD.


Wir hoffen, die Informationen in diesem Artikel sind hilfreich und bitten Sie, diese lediglich als solche wahrzunehmen. Dieser Artikel ersetzt keinen professionellen ärztlichen Rat. Falls Sie Bedenken zu Ihrer Medikation haben, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Dies ist besonders wichtig, falls Sie mehrere Medikamente einnehmen oder bestehende Risikofaktoren oder Unverträglichkeiten haben.

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