Die besten Apps zur Unterstützung bei einem Migräneanfall

Entspannung, genug Schlaf und Stressvermeidung helfen dabei, einen Migräneanfall zu verhindern. Wir haben die besten Apps rausgesucht, die Ihren Alltag mit Migräne unterstützen.

Laura
Laura
12. Juni 2019
Die besten Apps bei Migräne Titelbild

Circa 10% der deutschen Bevölkerung ist von Migräne betroffen, so gut wie jeder hat schon mal das Wort Migräne gehört. Doch was ist Migräne eigentlich und was löst Migräne aus? Migräne ist ein anfallsartiger Kopfschmerz, der meistens nur einseitig des Kopfes, vorwiegend an Stirn und Schläfen auftritt und sich bei Bewegung verschlimmert. Oftmals sind Menschen während des Anfalls sehr licht- und geräuschempfindlich, die Schmerzen können mit Übelkeit und Erbrechen verbunden sein. Anders als Spannungskopfschmerzen, tauchen die Schmerzen bei Migräne meist plötzlich und sehr heftig auf, es pocht, pulsiert oder sticht. Unbehandelt kann ein Anfall zwischen mehreren Stunden bis hin zu drei Tagen dauern. Für einen Migräneanfall spricht ebenfalls, wenn man während der Dauer eines Anfalls einige Schmerzanfälle erlebt, zwischen den einzelnen Migräneattacken allerdings Schmerzfreiheit herrscht. Bei 10 bis 15% aller Betroffenen geht einem Migräneanfall die sogenannte Aura voraus. Die Aura ist eine Art Vorbote, Sehstörungen wie Flimmersehen, verschwommene Wahrnehmung oder Lichtblitze und temporäre Sprachstörungen können einen Anfall ankündigen. Die Aura klingt meist innerhalb einer Stunde wieder ab und wird folglich von den Migräneschmerzen abgelöst.

Experten forschen stets an Ursachen und was gegen Migräne hilft, man weiß jedoch bereits von dem einen oder anderen Trick, um die Schmerzen zu lindern, bzw. um die Anfälle vorzubeugen. Wir haben uns überlegt, in welchen Bereichen uns Apps bei einem Migräneanfall unterstützen könnten und haben für Sie fleißig getestet. Hier sind also die besten Apps zur Unterstützung bei Migräne:

Mit Apps den idealen Schlafrhythmus austüfteln

Jeder Mensch hat ein anderes Schlafbedürfnis. Manche kommen mit wenigen Stunden aus, während andere doppelt so lang schlafen müssen, um sich danach ausgeruht zu fühlen. Experten vermuten, dass sich das Gehirn durch Migräne den Mangel an Erholung zurückholt, dass es bei einer kurzen oder unruhigen Nacht verliert. Somit ist es für Menschen welche Migräne haben besonders wichtig, Schlafmangel zu vermeiden. Oftmals lässt sich auch ein Zusammenhang zwischen einem ungeregelten Schlaf-Wach-Rhythmus feststellen. Einzelberichten zufolge liegt besonders bei der Migräne ohne Aura eine Verbindung zum Schlafmuster vor. Man sollte also versuchen, einen geregelten Schlafrhythmus zu finden und jeden Tag - auch am Wochenende - zur selben Zeit ins Bett gehen und morgens zur selben Zeit aufzustehen.

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Auch von der Nutzung von Smartphones, Tablets oder LED-Bildschirmen eine Stunde vor dem Zubettgehen raten Experten ab, da das blauwellige Licht der Geräte die Bildung des Schlafhormons Melatonin hemmt und somit das Einschlafen erschwert. Folgende Apps helfen Ihnen dabei, den für Sie richtigen Schlafrhythmus zu finden, unterstützen Sie beim Einschlafen mit entspannenden Klängen, wecken Sie in einer Phase, in der Sie automatisch nur leicht schlafen, und zeigen Ihnen bei Bedarf auf, in welchen Nächten Sie vielleicht nicht allzu gut geschlafen haben. Somit haben Sie die Möglichkeit, an der idealen Nachtruhe zu feilen.

Mithilfe von Apps genügend trinken und ausgewogen essen

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für jeden wichtig, auch für Menschen mit Migräne. Bestimmte Nahrungsmittel wie Rotwein, Zitrusfrüchte, Käse und Schokolade stehen immer wieder als Trigger im Verdacht, Migräneanfälle zu begünstigen. Trigger sind sogenannte Einflussfaktoren bei denen man vermutet, dass Sie einen Migräneanfall beeinflussen könnten. Der Einfluss von Lebensmitteln auf einen Migräneanfall ist zwar sehr gering, trotzdem scheinen einige Menschen stärker auf die Inhaltsstoffe mancher Lebensmittel zu reagieren, und den Genuss solcher mit einem baldigen Migräneanfall zu verbinden. Dies könnte allerdings auch durch eine negative Erwartungshaltung eintreten, quasi ein negativer Placebo-Effekt. Man befürchtet, dass ein bestimmtes Lebensmittel eine Schmerzattacke auslöst und infolge dessen erleidet man tatsächlich einen Migräneanfall.

Experten raten also dazu, sich nicht allzu viele Gedanken und Stress um das Thema Ernährung bei Migräne zu machen. Keine Mahlzeit ausfallen lassen, dabei die komplexen Kohlenhydrate nicht vergessen und vor allem ausreichend Wasser trinken gilt als der beste Migräneschutz. Die Apps Kitchen Stories und Runtasty helfen bei der gesunden Ernährung mit kreativen Rezeptideen und how-to Videos für jeden, der sich mit dem Küchenmesser noch nicht ganz sicher fühlt. Mit den Apps Trink Wasser und Drink Water Aquarium macht es Spaß viel zu trinken und dabei zuzusehen, wie man für jedes Glas Wasser gelobt wird.

Mit Apps den Alltag beim meditieren vergessen

Stress spielt bei Migräne eine große Rolle. Hektische Tage ohne ausreichend Pause, ein Konflikt mit einem Mitarbeiter oder einfach nur zu wenig Zeit für sich selbst können Auslöser eines Migräneanfalles sein. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit für sich und versuchen Sie, für ein paar Minuten einfach abzuschalten. Entspannen und Innehalten hilft oftmals, den Kopf zu ordnen und zu beruhigen. Meditation kann hier ein wichtiger Aspekt sein, der Ihnen die wohlverdiente Pause im Alltag bietet.

Selbst wenn Sie noch nie mit Meditation in Kontakt getreten sind oder dem ganzen eher skeptisch gegenüber stehen- probieren Sie es einfach aus. Folgende Apps lassen einen selbst entscheiden was für eine Art von Meditation man machen möchte und für wie lang. Von Anfänger Kursen bis hin zur Meditation für den geübten Profi ist für jeden etwas dabei. Einfach ein ruhiges Eckchen suchen, sich bequem hinsetzen, Kurs auswählen und schon geht’s los. Eine kleine Pause zwischendurch kann schon oftmals helfen den Alltag zu entschleunigen und ein bisschen Stress abzubauen.

Dank Apps Medikamente und Symptome im Blick haben

Das Führen eines sogenannten Migräne-Tagebuchs kann dabei hilfreich sein, herauszufinden, was für einen persönlich als mögliche Trigger in Frage kommen könnte. Weiß man beispielsweise, dass man bei extremem Sonnenlicht häufiger einen Migräneanfall erleidet, kann man vorbeugend bei sonnigem Wetter stets die Wohnung abdunkeln und eine Sonnenbrille tragen. Ebenso hilfreich kann es sein, Medikamente welche man einnimmt sorgfältig zu dokumentieren, um zu sehen, ob eventuell ein bestimmtes Medikament für Sie mitauslösend sein kann.

Bei Frauen können auch Hormon­veränderungen Trigger für eine Migräneattacke sein, es ist also eine gute Idee, seinen Zyklus im Blick zu haben um früh auf mögliche Hormon­schwankungen reagieren zu können, vor allem bei der Einnahme von Hormon­präparataten. Die Apps Lady Pill Reminder und MyTherapy helfen dabei, die Medikamente übersichtlich an einem Fleck zu haben und ermöglichen auch, mögliche Symptome zu notieren.

Die Migräne App, Migraine Buddy, Migraine Insight: Tracker und M-sense unterstützen einen bei einem Migräneanfall indem man schnell die Attacke dokumentieren kann und somit immer einen Überblick über seine Anfälle hat. Es fällt also leichter, mögliche Trigger oder Zusammenhänge zu identifizieren.


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